Testosteron, das

Testosteron wird gerne als der Game-Changer bezeichnet, wenn es um Geschlechterverhältnisse geht und das ist nicht übertrieben. Schließlich hat der durchschnittlich erwachsene Mann 10 mal so viel von diesem Hormon, wie eine durchschnittlich erwachsene Frau. Etwas unklarer ist es aber, was Testosteron mit Jungen und Mädchen macht, weil bis zur Pubertät haben Jungen – bis auf eine kurze Zeit nach der Geburt – genauso viel Testosteron wie die Mädchen: fast gar keins.1Aktories, K., Forth, W., & Förstermann, U. (Hrsg.). (2005). Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie: Für Studenten der Medizin, Veterinärmedizin, Pharmazie, Chemie und Biologie sowie für Ärzte, Tierärzte und Apotheker (9., völlig überarb. Aufl). Elsevier, Urban & Fischer.

Dass Testosteron deshalb aber keinen Einfluss auf das Verhalten der Kinder (insb. Jungen) hat, kann aber verworfen werfen. Auyeung (2009) findet zum Beispiel einen Zusammenhang zwischen Testosteronspiegel im Mutterleib und späterer Spielzeugpräferenzen – für Jungen und Mädchen.2Auyeung, B., Baron-Cohen, S., Ashwin, E., Knickmeyer, R., Taylor, K., Hackett, G., & Hines, M. (2009). Fetal Testosterone Predicts Sexually Differentiated Childhood Behavior in Girls and in Boys. Psychological Science, 20(2), 144–148. https://doi.org/10.1111/j.1467-9280.2009.02279.x Je nachdem wie viel Testosteron in bestimmten Phasen der Hirnentwicklung des Embryos im Mutterleib ausgesetzt war, entwickelt sich das Gehirn eher typisch männlich oder typisch weiblich. Typisch männlich ist zum Beispiel, dass das Gehirnareal, welches für das Durchsetzungsvermögen zuständig ist, stärker ausgeprägt ist.3Hüther, G. (2016). Männer—Das schwache Geschlecht und sein Gehirn (2., unveränderte Auflage). Vandenhoeck & Ruprecht.

Aber auch die Neigung zu systematisieren ist typisch männlich: Systematisierung ist das Bestreben, ein System zu analysieren oder aufzubauen, wobei ein System als alles definiert wird, das Regeln oder Mustern folgt. Ein typisch weibliches Gehirn ist dagegen eher empathischer. Empathie ist das Bestreben, den Gemütszustand einer anderen Person zu erkennen und auf den Gemütszustand einer anderen Person mit einer angemessenen Emotion zu reagieren. Frauen können typische männliche Gehirne haben und umgekehrt – aber seltener. Jedenfalls verwundert es nicht, dass 70-80 % aller Autisten – die ein so genanntes Extreme-Male-Brain haben – Männer sind.4Baron-Cohen, S. (2002). The extreme male brain theory of autism. Trends in Cognitive Sciences, 6(6), 248–254. https://doi.org/10.1016/S1364-6613(02)01904-65Greenberg, D. M., Warrier, V., Allison, C., & Baron-Cohen, S. (2018). Testing the Empathizing–Systemizing theory of sex differences and the Extreme Male Brain theory of autism in half a million people. Proceedings of the National Academy of Sciences, 115(48), 12152–12157. https://doi.org/10.1073/pnas.18110321156Loomes, R., Hull, L., & Mandy, W. P. L. (2017). What Is the Male-to-Female Ratio in Autism Spectrum Disorder? A Systematic Review and Meta-Analysis. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 56(6), 466–474. https://doi.org/10.1016/j.jaac.2017.03.013 Baron-Cohan (2014) fand einen Zusammenhang zwischen erhöhten Testosteronwerten im Fruchtwasser und spätere Autismusdiagnose.7Baron-Cohen, S., Auyeung, B., Nørgaard-Pedersen, B., Hougaard, D. M., Abdallah, M. W., Melgaard, L., Cohen, A. S., Chakrabarti, B., Ruta, L., & Lombardo, M. V. (2015). Elevated fetal steroidogenic activity in autism. Molecular Psychiatry, 20(3), Art. 3. https://doi.org/10.1038/mp.2014.48 Autisten neigen dazu aus allem ein System und haben Schwierigkeiten mit der sogenannten kognitiven Empathie (nicht zu verwechseln mit der affektiven), weshalb sie in sozialen Situationen schnell überfordert sind und neigen sich zurückzuziehen, auch um niemanden zu verletzten.

Trotz allem ist Testosteron auch für Frauen wichtig. Testosteron trägt bei Frauen zum geistigen und körperlichen Wohlbefinden bei und vermännlicht Frauen – so wie es einige Mythen behaupten – nicht: Frauen mit viel Testosteron haben keine tiefere Stimme, haben nicht weniger Haare auf dem Kopf und sonstige vermännlichende Eigenschaften – abgesehen von deutlich höherer körperlicher Leistungsfähigkeit.8Glaser, R., & Dimitrakakis, C. (2013). Testosterone therapy in women: Myths and misconceptions. Maturitas, 74(3), 230–234. https://doi.org/10.1016/j.maturitas.2013.01.0039Hirschberg, A. L., Elings Knutsson, J., Helge, T., Godhe, M., Ekblom, M., Bermon, S., & Ekblom, B. (2020). Effects of moderately increased testosterone concentration on physical performance in young women: A double blind, randomised, placebo controlled study. British Journal of Sports Medicine, 54(10), 599–604. https://doi.org/10.1136/bjsports-2018-100525

Aber jetzt wird´s spannend. Der Testosteronspiegel ist – wie es bei anderen Hormonen auch der Fall ist – nie stabil. Er hat aber einen erheblichen Einfluss darauf, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und wir auf sie reagieren. Bei Mann und Frau. Ein kleiner Einblick in die Studienlage:

  • Der Testosteronspiegel von Tennisspielern steigt vor einem Match und bleibt hoch, wenn sie gewinnen. Er sinkt, wenn sie verlieren.10Booth, A., Shelley, G., Mazur, A., Tharp, G., & Kittok, R. (1989). Testosterone, and winning and losing in human competition. Hormones and Behavior, 23(4), 556–571. https://doi.org/10.1016/0018-506X(89)90042-1
  • Die Testosteronspiegel von Schachspielern zeigen die exakt gleiche Dynamik vor und nach den Partien – wie beim Tennis – abhängig von Sieg und Niederlage11Mazur, A. (1980). Testosterone, status, and mood in human males*1. Hormones and Behavior, 14(3), 236–246. https://doi.org/10.1016/0018-506X(80)90032-X
  • Zuschauer (!) von Sportereignissen zeigen die exakt gleiche Dynamik des Testosteronspiegels vor und nach den Matches – abhängig von Sieg und Niederlage ihrer bevorzugten Mannschaft12Bernhardt, P. C., Dabbs Jr, J. M., Fielden, J. A., & Lutter, C. D. (1998). Testosterone changes during vicarious experiences of winning and losing among fans at sporting events. Physiology & Behavior, 65(1), 59–62. https://doi.org/10.1016/S0031-9384(98)00147-4
  • Frauen zeigen die gleiche Dynamik des Testosteronspiegels, aber mit einer anderen Wirkung. Siegreiche Frauen mit hohem Testosteronspiegel werden fairer und verbünden sich eher mit der Unterlegenen.13Casto, K. V., & Edwards, D. A. (2016). Testosterone and Reconciliation Among Women: After-Competition Testosterone Predicts Prosocial Attitudes Towards Opponents. Adaptive Human Behavior and Physiology, 2(3), 220–233. https://doi.org/10.1007/s40750-015-0037-1 Das weibliche Dominanzhierarchien unbeständiger und subtiler sind – teilweise sogar verleugnet werden – zeigte aber auch schon Grammer in Kindergartengruppen und Mast in Management- Milieus14Grammer, K. (1988). Biologische Grundlagen des Sozialverhaltens: Verhaltensforschung in Kindergruppen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft.15Mast, M. S. (2002). Dominance as Expressed and Inferred Through Speaking Time: A Meta-Analysis. Human Communication Research, 28(3), 420–450. https://doi.org/10.1093/hcr/28.3.42016Mast, M. S. (2002). Female Dominance Hierarchies: Are They Any Different from Males’? Personality and Social Psychology Bulletin, 28(1), 29–39. https://doi.org/10.1177/014616720228100317Mast, M. S. (2001). Gender Differences and Similarities in Dominance Hierarchies in Same-Gender Groups Based on Speaking Time. Sex Roles, 44(9/10), 537–556. https://doi.org/10.1023/A:1012239024732
  • Frauen erhielten eine Testosteronspritze (ihnen wurde die aber als Placebo verkauft) – in künstlichen Verhandlungssetting wurden diese Frauen viel fairer als ihre testofreien Kontrahentinnen. Aber jetzt wird es lustig: wenn man die Frauen über die Testosteronspitze vorab aufklärte, wurden sie in Verhandlungen viel aggressiver – selbst wenn in der Testosteronspritze kein Testosteron war. Vermutlich ist der Mythos, dass allein Testosteron als männliches Sexualhormon für Aggressivität und Egoismus verantwortlich ist, so tief in unseren Köpfen verankert, dass die weiblichen Testpersonen unbewusst ihr Verhalten danach ausgerichtet haben.18Eisenegger, C., Naef, M., Snozzi, R., Heinrichs, M., & Fehr, E. (2010). Prejudice and truth about the effect of testosterone on human bargaining behaviour. Nature, 463(7279), 356–359. https://doi.org/10.1038/nature0871119Hoffmann, A., & Musch, J. (2019). Prejudice against Women Leaders: Insights from an Indirect Questioning Approach. Sex Roles, 80(11–12), 681–692. https://doi.org/10.1007/s11199-018-0969-6
  • Dass Testosteron kein Aggressionshormon ist, sondern eher ein Statushormon, zeigt auch Wibral (2012): Männer und Frauen, deren Testosteronlevel künstlich angehoben wurde, waren in künstlichen Spielsituationen, in der sie ohne einer Gefahr des Auffliegens mit einer Lüge einen Vorteil hätten erhalten können, ehrlicher als die Kontrollgruppe20Wibral, M., Dohmen, T., Klingmüller, D., Weber, B., & Falk, A. (2012). Testosterone Administration Reduces Lying in Men. PLoS ONE, 7(10), e46774. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0046774
  • Das Gleiche beim Pokern. Männer und Frauen, deren Testosteronlevel künstlich angehoben wurde, blufften seltener und gingen Bluffs andere seltener mit.21van Honk, J., Will, G.-J., Terburg, D., Raub, W., Eisenegger, C., & Buskens, V. (2016). Effects of Testosterone Administration on Strategic Gambling in Poker Play. Scientific Reports, 6(1), 18096. https://doi.org/10.1038/srep18096 – es wird vermutet, dass das Ansehen (ich lüge nicht um besser dazustehen) wichtiger ist, als potentielle spielökonomische Dominanz selbst.
  • Bei einer drohenden Trennung steigt der Testosteronspiegel des Mannes an – sein Statussystem gerät ins Wanken und wird neu ausgerichtet, er ist deshalb im Kampfmodus. Gepaart mit hohem Cortisolspiegel kann das eine gefährliche Mischung werden. Die Gefahr einer Vergewaltigung ist für Frauen am Ende einer Beziehung am höchsten.22Mazur, A., & Michalek, J. (1998). Marriage, Divorce, and Male Testosterone. Social Forces, 77(1), 315. https://doi.org/10.2307/3006019
  • Männer mit viel Testosteron sind weniger in der Lage intensive Emotionen in Gesichtern zu erkennen, weshalb ihr Verhalten antisozialer wird23Sachsenweger, F. (2019). Der Einfluss des Sexualhormons Testosteron und weiterer psychometrischer Faktoren auf die Emotionserkennung bei Männern [Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Medizin, Universität Ulm]. https://oparu.uni-ulm.de/xmlui/bitstream/handle/123456789/13595/Diss_Sachsenweger.pdf?sequence=3
  • Ein hoher Testosteronspiegel bei Männern sagt beruflichen Erfolg voraus. Aber nur, wenn der Cortisolspiegel gering ist. Ist der Cortisolspiegel hoch, kann eine höhere Testosteronspiegel die Dominanz verringern und damit zu einem niedrigeren Status führen.24Mehta, P. H., & Josephs, R. A. (2010). Testosterone and cortisol jointly regulate dominance: Evidence for a dual-hormone hypothesis. Hormones and Behavior, 58(5), 898–906. https://doi.org/10.1016/j.yhbeh.2010.08.02025Sherman, G. D., Lerner, J. S., Josephs, R. A., Renshon, J., & Gross, J. J. (2016). The interaction of testosterone and cortisol is associated with attained status in male executives. Journal of Personality and Social Psychology, 110(6), 921–929. https://doi.org/10.1037/pspp0000063
  • Nach der Geburt eines Kindes sinkt der Testosteronspiegel des Mannes, wenn er die Vaterrolle annimmt. Tut er es weniger oder nicht, bleibt er hoch.26Gettler, L. T., Lew-Levy, S., Sarma, M. S., Miegakanda, V., & Boyette, A. H. (2020). Sharing and caring: Testosterone, fathering, and generosity among BaYaka foragers of the Congo Basin. Scientific Reports, 10(1), 15422. https://doi.org/10.1038/s41598-020-70958-3 Der evolutionäre Zweck: er ist damit für andere Frauen unattraktiver und findet auch selbst andere Frauen unattraktiv
  • Männer mit viel Testosteron reagieren viel intensiver auf olfaktorische Ovulationshinweise von Frauen27Miller, S. L., & Maner, J. K. (2010). Scent of a Woman: Men’s Testosterone Responses to Olfactory Ovulation Cues. Psychological Science, 21(2), 276–283.28Welling, L., Jones, B., Debruine, L., Smith, F., Feinberg, D., Little, A., & Aldujaili, E. (2008). Men report stronger attraction to femininity in women’s faces when their testosterone levels are high. Hormones and Behavior, 54(5), 703–708. https://doi.org/10.1016/j.yhbeh.2008.07.012
  • Männer mit viel Testosteron haben ein besseres Immunsystem und werden als attraktiver wahrgenommen29Rantala, M. J., Moore, F. R., Skrinda, I., Krama, T., Kivleniece, I., Kecko, S., & Krams, I. (2012). Evidence for the stress-linked immunocompetence handicap hypothesis in humans. Nature Communications, 3(1), 694. https://doi.org/10.1038/ncomms1696
  • …aber offenbar nicht in der Fruchtbarkeitsphase des Menstruationszyklus der Frauen.30Krejza, J., Sledziewski, R., Tabedzki, M., Chen, R., Krzystanek, E., Arkuszewski, M., Odachowska, M., Kwiatkowska, K., Marynowska, M., Rogowski, M., & Ustymowicz, A. (2021). Faces of men with high serum testosterone are less attractive for women during the fertility phase of the menstrual cycle [Preprint]. Evolutionary Biology. https://doi.org/10.1101/2021.07.22.453412 Vermutlich sind Frauen unbewusst in einem Konflikt zwischen „maximal gute Gene“ und „er soll mir nicht abhauen, wenn ich ein Kind habe“
  • Schönheit und Attraktivität sagen tatsächlich instabilere Beziehungen voraus.31Ma-Kellams, C., Wang, M. C., & Cardiel, H. (2017). Attractiveness and relationship longevity: Beauty is not what it is cracked up to be: Attractiveness and relationship outcomes. Personal Relationships, 24(1), 146–161. https://doi.org/10.1111/pere.12173

Last, but not least:

  • Männer mit viel Testosteron hatten in einer Langzeitstudie mehr und häufiger wechselnde Sexualpartnerinnen. Bemerkenswert: Frauen mit einem hohen Testosteronspiegel hatten signifikant mehr gleichgeschlechtliche Sexualkontakte32Macdowall, W. G., Clifton, S., Palmer, M. J., Tanton, C., Copas, A. J., Lee, D. M., Mitchell, K. R., Mercer, C. H., Sonnenberg, P., Johnson, A. M., & Wellings, K. (2022). Salivary Testosterone and Sexual Function and Behavior in Men and Women: Findings from the Third British National Survey of Sexual Attitudes and Lifestyles (Natsal-3). The Journal of Sex Research, 59(2), 135–149. https://doi.org/10.1080/00224499.2021.1968327

Das waren weitere Bausteine der unbeliebten Reihe: Sind Geschlechter etwa doch verschieden?

Quellen

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